Unsere Schule stellt sich vor

Seit dem Schuljahr 1995/96 gibt es bei uns am Gymnasium den Ethikunterricht. Seit dem Schuljahr 2005/06 kann sich jeder Schüler für dieses Angebot alternativ zum Religionsunterricht entscheiden und es als Prüfungsfach zur mündlichen Abiturprüfung wählen. Schüler der Klassenstufen 5, 6 und 10-12 belegen dieses Fach zwei Stunden, die Klassenstufen 7 bis 9 zur Zeit eine Stunde pro Woche.

Was ist Ethik?
Ethik (gr. Ethos: gewohnter Ort des Lebens, Sitte, Charakter) ist die Wissenschaft bzw. die Lehre von der Moral. Sie analysiert und bewertet moralische Normen und stellt Moralsysteme auf bzw. begründet sie.

Wozu dient Ethik?
Der Ethikunterricht ist im besonderen Maße dem allgemeinen Bildungs- und Erziehungsziel verpflichtet, der Herausbildung einer freien und mündigen Persönlichkeit, die in Achtung der Menschenwürde und im Geiste der Toleranz bereit ist, Verantwortung für sich, die Gemeinschaft mit anderen Menschen und Völkern sowie gegenüber künftigen Generationen zu übernehmen. Dazu gehört es die Anerkennung ethischer Werte zu fördern, die Achtung vor religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen zu stärken und eine friedliche Gesinnung zu entwickeln.
So stehen im Ethikunterricht die Fragen eines selbstbestimmten und sozial verantwortlichen Lebens im Mittelpunkt und werden systematisch vertieft um begründete Einsichten für ein mündiges und verantwortungsvolles Handeln zu schaffen. Ziel ist es das „Praktische Urteilsvermögen“ der Schüler zu stärken, d.h. die Kompetenz zu entwickeln, über grundsätzliche und aktuelle sittliche Probleme nachzudenken und auf Grundlage geklärter Begriffe sowie sachlicher Informationen Urteils- und Lösungsvorschläge zu erarbeiten, welche auf ethischen Grundsätzen basieren und durch sachliche Argumentationen gestützt sind.

Wie wird Ethik unterrichtet?
Philosophische, ethische und religiöse Fragen werden im Unterricht aller Jahrgangsstufen integrativ behandelt, wobei die vier philosophischen Grundfragen von I. Kant (Was kann ich wissen?, Was darf ich hoffen?, Was soll ich tun?, Was ist der Mensch?) den Grundrahmen für die Unterrichtsthemen bilden.(Vgl. RRL)
Im Unterricht wird u.a. Gelesenes kritisch bewertet, Probleme werden analysiert und diskutiert , Rollenspiele erarbeitet, Collagen, Wandzeitungen, Comics u.ä. angefertigt, Spiele entwickelt.
Das Faktenwissen besteht aus Begriffsinhalten, Entwicklungsprozessen, historische Fakten und Zusammenhängen, ethische Modellen und Theorien usw.

Text: Fachschaft Ethik

Ethik  oder Religion?

Der Unterricht in evangelischer Religion wird alternativ zum Ethikunterricht durchgängig in den Klassen 5 bis 12 angeboten.

Die Schülerinnen und Schüler besuchen in zwei Stunden pro Woche den evangelischen Religionsunterricht.

Ethik und evangelische Religion sind „durch wesentliche Bildungsinhalte, Lernziele und Arbeitsmethoden miteinander verbunden. So spielen z.B. im Ethikunterricht religiöse Themen eine wichtige Rolle; im Religionsunterricht werden auch ethische, philosophische und kulturelle Fragen behandelt. Im Gegensatz zum Ethikunterricht behandelt der Religionsunterricht seine Inhalte aus der Perspektive des christlichen Glaubens, allerdings immer im kritischen und konstruktiven Diskurs mit anderen Weltdeutungen. Von den Schülerinnen und Schülern, die sich für den evangelischen Religionsunterricht entscheiden, wird weder bei der Wahl des Faches noch im Unterrichtsgeschehen ein Bekenntnis verlangt.“ (Rahmenrichtlinien evangelische Religion am Gymnasium, Sachsen-Anhalt, S. 6f.)

Im Unterricht arbeiten wir mit modernen Lehrwerken aus dem Calwer- / Diesterweg- bzw. Cornelsen Verlag, aber u. a. auch mit Internet, Videos und DVD, Tageszeitungen und Zeitschriften.

Die durch die Rahmenrichtlinien vorgegebenen Pflichtthemen werden in den Klassen 5–9 in zwei Dritteln der Unterrichtszeit behandelt. Für das restliche eine Drittel stehen verschiedene Angebote an Themen zur Verfügung. In den Schuljahrgängen 10 – 12 halten sich Pflicht- und Wahlthemen die Waage.
So können wir auf aktuelle Themen und Probleme eingehen oder z.B. auch außerhalb der vorgegebenen Projekttage in einem Projekt ein Thema bearbeiten und vertiefen. Wenn ein Thema es anbietet, wird durch eingeladene Vertreter örtlicher Institutionen oder Vereine der Religionsunterricht bereichert.

 

 

 

 

 

 

Text: S. Bernhardt, Lehrerin ev. Religion

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