Bereich Informatik

Der Start…
Im Herbst 1990 wurde in Jessen nach vielen Jahren Pause die Erweiterte
Oberschule (EOS) wieder im Gebäude der Nordschule „aufgebaut“.
73 Schüler der 9. und 10. Klassen konnten im ca. 200 m entfernten
„Computerkabinett“ in einer Baracke auf dem Gelände des
damaligen Landbaukombinates am Informatikunterricht bei Herrn Cerych
teilnehmen.„DDR“-Technik…
Als technische Grundlage standen in den ersten 4 Monaten noch 8
Kleincomputer vom Typ Z9001 (KC 85/1) zur Verfügung, an
denen seit 1986 innerhalb des ESP-Unterrichts alle Schüler
der 9. Klassen im Kreis Jessen arbeiteten. Das waren Heimcomputer
mit BASIC und Programme wurden von bzw. auf Kassettentonbandgeräte
geladen.
Als „Monitor“ fungierten russische s/w-Fernsehgeräte
vom Typ Junost. Mit großem Elan verbrachte damals mancher
seine gesamte Freizeit mit dieser KC-Technik.

„West“-Technik:
Im Dezember 1990 konnten wir dann erstmals mit 8 PCs
(80286er, 1MB RAM, 5 ¼“-Laufwerk, ohne Festplatte,
ohne Maus, MS-DOS über Diskette laden, aber mit Farbmonitor
und GW-BASIC) arbeiten.
Schon im Folgejahr entstand aus der EOS das Gymnasium Jessen und
Herr Goblirsch konnte in einem neu eingerichteten Computerkabinett
mit 10 PCs (80386_SX25, 2MB RAM, Festplatte, Maus,
Netzwerk NW-Lite) im Gebäude der Nordschule den
Informatikunterricht durchführen.

Der Fortschritt im neuen Gymnasium:
Mit der Einweihung des neuen Jessener Gymnasiums im Januar 1995 standen
uns nun gleich 2 Computerkabinette zur Verfügung:
14 + 8 PCs (80486 DX40, 4MB RAM, Windows 3.1,
alle vernetzt unter Novell).


1997 im Frühjahr wurden die Rechner auf Windows 95 umgestellt.
Es wurden CD-ROM-Laufwerke und Soundkarten
eingebaut und der RAM auf 20 MB erweitert (aber immer noch 250 MB Festplatte!),
sodass über ein Head-Set auch Übungen im Fremdsprachenunterricht durchgeführt
werden können.
Außerdem bekamen wir endlich den Anschluss an die
 Weite, Weite
Welt“,
d.h. die beiden Lehrerrechner konnten über je ein Modem
(14400 Baud) im Internet recherchieren.

Das war auch gleichzeitig der Start für die
Homepage unseres Gymnasiums,
die damals noch von Herrn Cerych entworfen und betreut wurde.
Von 1999 bis 2002 wurde die Homepage von Robert Gebauer und Nico
König, 2 engagierten Schülern,
in eigener Regie „gemanagt“ und zeigte sich im neuen
Gewand.

Seit dem Sommer 1999 haben nun auch (nach Freigabe durch den Lehrer)
alle 25 Schülerrechner
über einen Proxyserver auf Linux-Basis Zugriff auf das Internet.

Die Erweiterung der Kabinette:
Die enormen Speicheranforderungen neuer Programme brachten die mehrfach modernisierten alten Rechner an ihre Grenzen. War zum Beispiel der Browser geöffnet, konnte leider nicht noch gleichzeitig ein Bild mit einem Grafikprogramm bearbeitet werden, aber ein Neustart des Browsers dauerte immerhin fast 5 Minuten!

Mit Beginn des Schuljahres 2001/02 wurde das große Kabinett neu eingerichtet. 14 Schüler-PC (Win 98, Athlon 900 MHz, 20 GB Festplatte, 128 MB RAM) und ein Lehrer-PC wurden statt T- nun sternförmig vernetzt und an das vorhandene schulinterne LAN angebunden. Die notwendige Neuverkabelung wurde zu Kostenverringerung gemeinsam mit dem Hausmeister von den Informatik unterrichtenden Lehrern durchgeführt.


Noch vor Weihnachten 2001 kamen weitere vier Schülerarbeitsplätze hinzu, sodass auch bei starken Klassen maximal 2 Schüler an einem PC arbeiten müssen.

Weiter ging es im April 2002, wo auch das kleine Kabinett, dank vieler Sponsoren, für 14 Schülerarbeitsplätze und ein Lehrerarbeitsplatz neu eingerichtet werden konnte (Win 98, Athlon 1300 MHz, 20 GB Festplatte, 128 MB RAM).

Die totale Vernetzung…
Nach einem weiteren Jahr, im Mai 2003, haben wir nun begonnen, das interne Schulnetz von Novell auf Linux umzustellen. Jeder Schüler kann dann mit seinem Passwort von jedem PC der beiden Kabinette auf seine Daten zugreifen.
Seit 2006 kann jeder Informatikschüler diese Computer mit dem Betriebssystem Windows XP Professional nutzen.
Am 16.02.09 bekam das große Computerkabinett 14 Pc´s mit Windows Vista Business überreicht.
Ein großer Dank gilt dem Förderverein, der diese hochmodernen Computer ermöglichte.

Der geschichtliche Abriss lässt den Leser schmunzeln, aber so war es nun mal.
Heute ist jene „hochmoderne“ Technik schon längst wieder Geschichte. Beide Kabinette sind mit insgesamt 30 modernen Computerbeitsplätzen ausgestattet.